Traktor TÜV und Hauptuntersuchung: Komplette Checkliste
Wer einen Traktor auf öffentlichen Straßen bewegen möchte, benötigt eine gültige Hauptuntersuchung (HU). Bei Insolvenzkauf ist das HU-Datum oft abgelaufen – das ist ein Kaufargument, kein Kaufhindernis.
Wer muss zum TÜV?
Traktoren, die auf öffentlichen Straßen fahren:
- Bis 40 km/h: HU alle 2 Jahre
- Über 40 km/h (Schnellfahrer): wie Kfz, alle 2 Jahre
- Reine Feldmaschinen ohne Straßenzulassung: keine HU
Was wird geprüft? (Hauptpunkte)
1. Bremsen
- Betriebsbremse: ausreichende Bremswirkung an allen Rädern
- Feststellbremse: muss Fahrzeug auf Steigung halten
- Bremsleitungen: Dichtigkeit und Zustand
2. Beleuchtung
- Frontscheinwerfer, Schlusslichter, Blinker
- Arbeitsscheinwerfer (dürfen bestimmte Lichtstärken nicht überschreiten)
3. Lenkung
- Lenkspiel
- Hydraulische Lenkung: Druck und Dichtigkeit
4. Räder und Reifen
- Profiltiefe mindestens 1,6 mm (legal); 3 mm empfohlen
- Reifenzustand: keine Risse, Beulen oder Fremdkörper
5. Rahmen und Aufbau
- Korrosion am Rahmen
- Kabinenzustand: Türen, Spiegel, Scheibenwischer
6. Abgasanlage
- Bei neuen Maschinen: OBD-Abgaswerte
John Deere 6125R | Baujahr: 2016 | Betriebsstunden: 3200 h | Leistung: 129 PS
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New Holland T7030 | Baujahr: 2009 | Betriebsstunden: 6800 h | Leistung: 155 PS
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Abgelaufene HU beim Insolvenzkauf
Eine abgelaufene HU bedeutet:
- Preisabschlag möglich: 500–2.000 Euro verhandeln
- Neue HU typisch: 150–300 Euro
- Evtl. Reparaturen nötig vor HU-Termin
FAQ
Kann ich einen Traktor ohne HU kaufen und auf den Hof fahren? Ein abgemeldeter Traktor darf auf privatem Gelände gefahren werden. Für den Transport zur Werkstatt benötigen Sie ein temporäres Kennzeichen.
Was kostet eine HU für Traktoren? HU für Traktoren typisch 100–300 Euro, je nach Zustand und Prüfstelle.
Traktoren mit gültiger HU: Zum Katalog